Die präsentierte Zusammenarbeit zwischen der Fußballakademie Burgenland und dem SK Sturm Graz kann zwar einen positiven Impuls bringen, Abgeordneter Wiesler warnt jedoch vor einer einseitigen Abhängigkeit. Wenn im Burgenland bereits viel Geld in die Akademie investiert wird – was wir sehr kritisch sehen – darf sie nicht zu einem reinen Nachwuchslieferanten für Sturm Graz degradiert werden. Es handelt sich hierbei um Steuergeld der Burgenländerinnen und Burgenländer.
Sportsprecher Wiesler:
„Wir brauchen eine starke Fußballkultur im Burgenland, und es wäre fatal, wenn die besten Spieler automatisch nach Graz abwandern. Wir erwarten klare vertragliche Vereinbarungen, die sicherstellen, dass burgenländische Vereine von dieser Kooperation profitieren.
In die Fußballakademie fließt sehr viel Steuergeld über das Land Burgenland. Wenn nun Sturm Graz einen exklusiven Zugriff auf unsere Talente erhält, stellt sich die Frage, ob das tatsächlich im Interesse der Burgenländerinnen und Burgenländer sowie der regionalen Fußballvereine ist. Und es stellt sich damit erneut die Frage, ob sich das Land Burgenland eine Fußballakademie ohne einen eigenständigen Trägerverein überhaupt leisten soll.
Es braucht vielmehr eine gezielte Förderung des regionalen Fußballs und der burgenländischen Vereine, die auch das gesellschaftliche Leben in den Dörfern aufrechterhalten.“
Die Fußballakademie Burgenland darf nicht als Ausbildungsstätte für andere Bundesländer dienen, sondern muss in erster Linie dem burgenländischen Fußball zugutekommen – ansonsten brauchen wir keine Akademie. Wir werden die Kooperation weiterhin kritisch im Auge behalten und sind mit dieser Lösung auf Kosten der Steuerzahler nicht zufrieden“, so Wiesler abschließend.