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19. Februar 2025

Wohnbaukrise droht – Landesregierung muss rasch handeln!

 

LAbg. Mag. Thomas Grandits, „2026 droht ein Rückgang um mehr als die Hälfte bei den fertiggestellten Wohnungen. Anstatt effektive Maßnahmen zu setzen, setzt die Landesregierung auf ein gescheitertes Modell.“

Die aktuelle Studie zur Bautätigkeit im Burgenland zeigt alarmierende Zahlen: Während 2024 noch rund 850 Wohneinheiten fertiggestellt wurden, droht für 2026 ein massiver Einbruch auf nur noch rund 400 Einheiten. Besonders besorgniserregend ist, dass der Anteil der gemeinnützigen Bauträger im Burgenland mit 84 Prozent sehr hoch ist. Das bedeutet, dass der Wohnbau in hohem Maße von der Wohnbauförderung abhängig ist. Es braucht daher dringend einen zielgerichteten Einsatz dieser Fördermittel, um weiterhin leistbare Mietwohnungen zu schaffen.

SOWO Burgenland: Ein gescheitertes Prestigeprojekt

Anstatt jedoch bewährte Strukturen zu stärken, haben Landeshauptmann Doskozil und Landesrat Dorner mit der SOWO Burgenland GmbH eine eigene Gesellschaft geschaffen, die sich als völliger Fehlgriff herausstellt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 hat die SOWO lediglich ein einziges Projekt – sechs Reihenhäuser in Pinkafeld – umgesetzt. Angesichts der enormen Kosten für diese Gesellschaft ist das ein katastrophales Ergebnis. Noch gravierender ist aber, dass das Modell „Mieteigentum“, auf das SOWO setzt, außerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) liegt.

Wohnraum wird immer teurer – Zeit für ein Umdenken

Besonders deutlich zeigt sich die Fehlentwicklung im Landesnorden: Ein Großteil der Neubauleistung findet hier statt, gleichzeitig sind jedoch die Angebotspreise hier mit 5.680 Euro pro Quadratmeter im Bezirk Neusiedl am See am höchsten. Die vermeintlich niedrigeren Preise im Mittel- und Südburgenland bringen jenen wenig, die aufgrund der sinkenden Bautätigkeit kaum eine der wenigen Neubauwohnungen bekommen.

Leistbares Wohnen statt staatlicher Preiskontrolle

Der Zukunftsplan 2030 der Landesregierung setzt in Sachen Mietwohnungen weiterhin auf die SOWO Burgenland GmbH und plant zudem eine „Kontrolle der Miethöhe“. Doch ob das die Preise wirklich senkt oder stabilisiert, ist mehr als fraglich. Anstatt auf mehr Bürokratie und zentrale Steuerung zu setzen, braucht es gezielte Fördermaßnahmen für leistbaren Wohnbau.

Leistbare Mieten sind die Voraussetzung dafür, dass junge Menschen sich später Eigentum leisten können. Die Landesregierung muss dem bevorstehenden massiven Rückgang im Wohnbau rasch entgegenwirken und die Wohnbauförderung so ausgestalten, dass weiterhin genügend leistbare Mietwohnungen gebaut werden können!“, fordert LAbg. Thomas Grandits abschließend.

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